Der Flintenschuetze

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Gravuren

Meisterwerke Ihres Faches

Der Gravurensektor bei Jagd- und Sportwaffen hat innerhalb seines Topsegments in den letzten 15 Jahren eine Entwicklung von unerwarteter Kreativität erfahren. Insbesondere die italienische Schule hat erstaunliche Gravurarbeiten hervorgebracht, in denen verschiedene Stile und Kompositionen von Ornamentmustern entwickelt und in höchster Ausführungsqualität eingearbeitet wurden, die nicht mehr ausschließlich dem traditionellen jagdlichen Genre zuzuordnen sind. In Mode gekommen sind beispielsweise Fantasy Gravuren, in denen Darstellungen von Tieren, Frauen und anderen grafische Elementen miteinander verwoben werden, um spezielle und originelle Effekte zu erzielen. Verbreitet sind auch klassische historische Szenen und Motive aus dem persönlichen Bereich der Auftraggeber. Möglich ist nahezu alles - und nicht alles davon ist von gutem Geschmack.

Der internationale Markt, unter anderem repräsentiert durch die führenden Auktionshäuser in London und New York, schenkt dieser Entwicklung zunehmend dadurch Beachtung, dass Waffen mit Gravuren der italienischen Schule auch Second Hand höchste Preise erzielen und mindestens die gleiche Beachtung finden, wie die des englischen Stils des ausgehenden 19. Jahrhunderts oder die der belgischen Schule. Letztere Stilrichtungen beherrschten den Markt bis in die 70er Jahre unangefochten. Die englische und belgische Dominanz wurden in den letzten 20 Jahren aufgehoben. Das Konzept der feinen Flintengravur hat sich wegentwickelt von der feinen Arabeskengravur zu realistischen Jagdszenen. Vor einigen Jahrzehnten wurden an einer hochwertigen Flintenbasküle ca. 100 Gravurstunden verbraucht. Eine gute Standardgravur benötigt heutzutage 300 bis 400 Stunden. Spitzengravuren verschlingen gar 1000 bis 2000 Stunden. Die Benutzung der Vergrößerungslupe und die Anwendung neuer Arbeitstechniken ermöglichen die Ausarbeitung von Schattierungen und Details, die vor kurzem noch nicht denkbar waren. Unter Anwendung adäquater Techniken ist ein Graveur jetzt in der Lage richtige Portraits so auszuführen, als ob er Bleistift und Papier zur Verfügung hätte. Mit natürlich dem Unterschied, dass sich der Graveur keinen Fehler erlauben darf. Er kann in seiner Arbeit Fehler nicht verbergen oder korrigieren. Denn wir sprechen hier über das Abtragen von Metall, also muss er das Ergebnis seines Schaffens immer sehr genau vorher kennen - radieren kann er nicht.

Unter Einbeziehung der neuen Möglichkeiten und Fertigkeiten der Graveure hat sich die Gravur von einer Art institutionellem Zubehör einer Waffe, welches sich - gemessen an deren Gesamtwert - innerhalb gewisser Parameter zu bewegen hatte, zu einem eigenen Produkt verselbstständigt, dessen künstlerischer Anspruch und Ausführung über den reinen Nutzwert der Waffe hinausgeht.


Die alte Regel, dass der Gravurpreis etwa 10 – 20 % des Gesamtwerts der Waffe ausmachen sollte, ist innerhalb des Topsegments als überholt anzusehen. Vielmehr ist es zunehmend durchaus üblich, Topwaffen (gemeint sind wirkliche Topwaffen!) mit Gravuren auszustatten, die den Preis der Waffe erreichen oder gar übertreffen. Zur selben Zeit hat die Nachfrage nach einer besseren Gravurqualität durch eine gehobenere Kundschaft, die Waffenhersteller veranlasst, die Dekoration –sprich Gravur - als Komplementärfaktor für die mechanische und technische Qualität ihrer Waffen zu begreifen. Dies führte zu einem neuen High Level Produkt, bei dem Waffe und Gravur auf Topniveau ebenbürtig sind. Dem Kunden ist zunehmend der Name des Graveurs genauso bekannt, wie der Name des Herstellers seiner Waffe. Wen wundert es da, dass die Konstruktion der Waffen selbst durch diese Entwicklung ebenfalls beeinflusst wurde: Sichtbare Stifte und Schrauben an Seitenschloßen wurden eliminiert um größere zusammenhängende Gravurflächen zu schaffen. Wie bei den Autos, bei denen das Design durch den Windkanal diktiert wird, führt die Ausrichtung der Waffen auf die Gravur auch hier zu einer gewissen Uniformität.

Was soweit angesprochen wurde, bezieht sich auf die Entwicklung des Topsegments der italienischen Gravuren innerhalb der letzten 10 Jahre. Und dies ist nur ein Aspekt innerhalb des Gesamtthemas. Viele Kunden bevorzugen nach wie vor die klassische Waffengravur mit English Scrolls oder Rose & Scrolls. Für sie bleibt die Waffe das Zentralthema und die Gravur eines ihrer klassischen Bestandteile, so wie es der Jahrhunderte alten Tradition entspricht. Aber auch die klassischen Motive sind weiter entwickelt worden. Auch hier werden jetzt –je nach Kundenwunsch- verschiedene Gravurtechniken miteinander verbunden. Die Ergebnisse sind einzigartig.

 

 
   
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