Der Flintenschuetze

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Schrotkaliber

Es gibt mehr Möglichkeiten als man denkt! - Je größer das Kaliber - um so dümmer der Schütze?

Flintenkaliber

Welches Kaliber soll  man als Flintenschütze  führen? Die Antwort nehme ich schonmal vorweg: Wenn es Spass macht oder nötig ist -  eben auch die kleinen Schrotkaliber. Die Kaliber 10, 12, 16, 20, 28 .410 sind international gängige Flintenkaliber. In Deutschland sieht es allerdings anders aus. - Leider! Die deutsche Flintenkaliberdiskussion ist etwa auf dem Level der deutschen Ausbildungsdiskussion im Flintenschießen: Unterirdisch! 
 


 

Gängig ist bei uns für Sport und Jagd nur das Kaliber 12. Alles andere ist gemäß der Nachfrage fast gar nicht existent - mit einer gewissen Ausnahme für das Kaliber 16, welches gerade bei uns einst eine große Tradition hatte, bis 1945 das verbreitetste jagdliche Schrotkaliber gewesen war und erst nach dem zweiten Weltkrieg, durch den amerikanischen Einfluss, vom Kaliber 12 für den jagdlichen Einsatz zunehmend verdrängt wurde.  Auch Im sportlichen Bereich regiert mittlerweile das Kaliber 12.

Gleichwohl wurden in den 60er und 70er Jahren noch erhebliche Stückzahlen von Flinten im Kaliber 16 auf dem internationalen Markt verkauft. Ältere Jäger führen noch solche Waffen , bzw. einige jüngere Jäger führen ererbte 16er Flinten. Durch die 20/76 Patrone hat die 16er mittlerweile an Bedeutung verloren. Die größeren Hersteller produzieren keine Flinten im 16er Kaliber mehr. Lediglich Hersteller des Luxussegments und traditionell Merkel beschäftigen sich noch damit.

Bekannt ist bei uns noch das Kaliber 20, aber die Wenigsten benutzen es. Von den noch kleineren Schrotkalibern hat kaum einer auch nur gehört, fabulös bleibt hier das Wissen um deren Wirkungsweise und Anwendungsbereiche.

Will heute ein Jäger bei uns mit einem anderen - kleineren Kaliber - als dem Kaliber 12 - jagen, wird er belächelt. "Kinderkaliber" seien die kleinen Kaliber, Experimente auf  Wild, nicht weidgerecht und unpraktisch seien sie. Eventuell etwas für Damen. Und weil  die meisten Jäger schon im Kaliber 12 wenig glückliche Erfahrung haben, glauben sie, dass sie in einem kleineren Kaliber noch viel schlechter dran wären. So werden die 20er und 28er Flinten in der Tendenz generell abgelehnt, sie habe man als Jungjäger nicht zu führen, wenn man auf Jagden eingeladen werden möchte. Kleine Kaliber, so glaubt man, seien was für Kunstschützen und unsere Jäger fühlen sich da nun wirklich nicht qualifiziert. Es ist schon fast belustigend mit anzusehen, wenn die frischen Jagdscheininhaber beim Kauf der ersten Jagdflinte nach einem Testschießen bei uns auf die 20er Flinte schielen und dann aus Gründen einer vermeintlichen Raison doch das Kaliber 12 wählen. Schade eigentlich.  



Leider ist es auch oft so, dass bei langjährigen Jagdscheininhabern einige negative Erfahrungen mit den kleinen Kalibern bestehen, weil die gebräuchlichen Waffen nicht optimal sind. Sie sind  oft zu eng im Choke, schlecht balanciert und leider oft auch unmöglich geschäftet.  Die wurden dann mal "ausprobiert" auf Skeet oder Trap - nur kurz natürlich und dann wieder schnell weggelegt.

Während im Kaliber 12 wenigstens in der Mehrheit moderne Flinten mit modernen Schäftungen zum Einsatz kommen, werden im Kaliber 16 und 20 meist nur veraltete Konstruktionen aus Altbeständen des Second Hand Bereichs gewählt.

Mein Tip: Flinten mit modernen Schäftungen und 76 cm  Läufen wählen - das bringt Schießkomfort und Erfolg. Z. B. die Flinten der Hersteller Beretta, Bowning, Perazzi bieten traumhafte Jagdflinten im Kaliber 20.
 

 


 

Ich selbst war 2008 mit zwei 686 Gold E in Kaliber 20/76 in Argentinien und bin in meiner Auswahl zu meiner vollsten Zufriedenheit bestätigt worden.

Eine Perazzi MX8 in Kaliber 20 ist eine besondere Traumflinte und Perazzi lässt dieses Spitzenprodukt an Jagdflinte vor sich hin schlummern. - Perazzi sollte auf  jeder Messe mit einem Dutzend dieser Flinten auftauchen um die Leute auf diese tolle Waffe aufmeksam zu machen.



Auch die 525 Modelle im Kaliber 20 von Browning sind einen Blick wert.  - Wer hat z. B. schon mal eine Cynergy in Kal. 20 geschossen? Das Ding ist wirklich super! 

Die  Voreingenommenheit gegenüber den kleinen Schrotkalibern, die noch dazu in Internetforen von regelrechten "Teilnnehmerjunkies" immer wieder breitgetreten wird, beruht meist auf Unerfahrenheit  - stützt sich also auf Vermutungen, Hörensagen und bestenfalls auf den kurzfristigen Umgang mit schlechtem Material. Leider steht es mit vielen Jagdausbildern im Flintenschießen kaum besser. Es fehlt ihnen oft das Hintergrundwissen uns sie plappern dann nach, was sie vom Hörensagen kennen - aber eben nicht wirklich wissen.

Das Wissen um die kleineren Flintenkaliber bei uns ist schnell beschrieben: in den Stammtischrunden wird die größere Patronenhülse mit Wirkung gleichgesetzt - die kleinere Patronenhülse bedeutet entsprechend zu wenig Wirkung - also keinen jagdlichen Erfolg. Schießt ein Jäger bei uns auf der Jagd vorbei ist natürlich meist die Patrone schuld. Hat er kaum jagdlichen Erfolg, verlangt er nach einer schnelleren Patrone mit möglichst 36 Gramm und ein großes Kaliber. Er will die "Granate"! D. h. Schießfertigkeit entspricht Selbstvertrauen durch Feuerkraft. - Dabei neigen wir zur Übertreibung, meist benötigen wir gar keine 36gr Vorlage. Aber mental glauben wir, man würde damit besser treffen. Das hatten wir übrigens auch geglaubt, als die 24gr Vorlage im Sport kam. Hartnäckig hielt sich lange Zeit die Ansicht, nur mit größeren Vorlagegewichten könne man wirklich was ausrichten. Gleichwohl wurden alle bestehenden Rekorde mit 24gr Patronen geschossen - also verbessert. Und auch aus jagdlicher Sicht wäre  auch ein kühlerer und weniger emotionaler Blick angebracht und oft wäre weniger eben mehr!

Allein - es fehlt meist die Einsicht. Das ist sehr schade. Bringt man sich doch so um eine ganze Menge Spass  beim Flintenschießen - und um erhebliche Möglichkeiten.
 
Eine ausschließliche Konzentration auf das Kaliber 12 ist einer Verbreitung und Erhaltung des Flintenschießens abträglich, weil damit nicht die vielen unterschiedlichen persönlichen Anforderungen der Schützen an die Waffengattung Flinte berücksichtigt werden. Warum sollten Personen mit unterschiedlichen körperlichen Voraussetzungen in Schießfertigkeit, Kraft, Größe und Gewicht und diversen jagdlichen Anforderungen nicht unterschiedliche Schrotkaliber  benutzen? Nämlich die Kaliber, die ihnen den Einstieg erleichtern oder im Alter das Tragen einer schweren Waffe ersparen. Auch bietet sich das 20er oder 28er Kaliber für den sog. Heavy User an, der pro Zeiteinheit jagdlich einfach viel schießen will. 

Gerade diese Möglichkeiten sollten sich Jagdausbildungsvereine und Jagdschulen zu Nutzen machen, anstatt sie zu ignorieren.
 
Besonders in der Lernphase des Flintenschießens kann es ein Unding sein, mit einer 12er Flinte anzufangen, wenn Gewicht, Knall und Rückstoß wegen der Fremdheit der Bewegung noch überfordern. Gerade eine 20er Flinte mit geeigneter Munition oder eine 28er Flinte können hier helfen.  Weiter muss man nicht unbedingt auf einer Hasenjagd viele Kilometer eine 12er Flinte mit 3,5kg und die schweren, platznehmenden Patronen schleppen, wenn für den Zweck z. B. eine handliche 20er oder  28er Flinte mit ihren 2,4 kg -2,7 kg völlig ausreichen würde.



Gewiss, wegen der großen Breite an verfügbarer 12er Munition, kann es für Vielanwender praktisch sein, das Kaliber 12 zu wählen, auch sind die Munitionspreise wegen der großen Fertigungsmengen im Kaliber 12 vergleichsweise günstig - aber diese positiven Argumente verkehren sich schnell in ihr Gegenteil, wenn auf den Anwender bezogen andere Argumente gegen eine 12er Flinte sprechen. So sind schon viele probierende Jagdanfänger, Schützenehefrauen, deren Söhne und Töchter von einer 12er Flinte abgeschreckt worden, die andererseits mit einer 28er anfänglich gut zurecht gekommen wären, und später durchaus auch eine 12er  problemlos gehandhabt hätten. Aber leider haben diese Anfänger - weil anfänglich mit dem dicken Rohr überfordert - nie den Spass am Flintenschießen entdecken können und sind uns deshalb für den Sport verloren gegangen. Für die deutschen Schützen gilt daher mein Rat, sich generell mehr mit den kleineren Flintenkalibern zu beschäftigen und auch zu benutzen.

Wenn ein passionierter Jäger oder auch Sportschütze  seine Familie oder Freunde zum Flintenschießen animieren möchte, sollte er lieber "klein" beginnen. Auch er  selbst wird als erfahrener Schütze ungeahnt einige Freude haben die Vorteile der kleinen Kaliber zu entdecken. Möglicherweise entdeckt er dabei das Flintenschießen für sich  sogar ganz neu. Ich persönlich bin auch erst in England - während meiner Ausbildung -  mit ihnen in Berührung gekommen. Die Vorzüge des bei uns zu Unrecht völlig unbekannten Kalibers 28 lernte ich praktisch erst während meiner Zeit im Kitzinger Rod & Gun Club schätzen, als ich dort vermehrt amerikanische Kunden hatte und Unterricht für Jugendliche und Frauen geben musste.

Der erste Grundsatz beim Schrotschuss, den man sich klar machen muss,  lautet: Ein kleines Schrotkaliber schießt keine kleinere Garbe! Ups! Ja, ein größeres Kugelkaliber macht ein größeres Loch als ein kleineres Kugelkaliber. Aber wir sind hier beim Schrot. Also bitte umdenken. 24 und 28, 36 Gramm Garben aus Kaliber 12, 20 und 28 sehen - mit wirklich gleichem Choke verschossen -  sind gleich groß. Wer es nicht glaubt, darf das gerne ausprobieren! Der String und die Dichte mögen etwas anders sein, aber dass hat nichts mit der Größe der Garbe zu tun. Es ist also ein Märchen - wenn immer erzählt wird, mit einem kleineren Kaliber als Kaliber 12 müsse man "besser drauf" sein.
 
Nächster Grundsatz: Je kleiner das Kaliber, je höher ist der Kammerdruck bei gegebenem Ladungsgewicht, Schrottyp, Schrotgröße und Geschwindigkeit. Das größte Problem kleinerer Schrotkaliber ist es bei gleicher Hülsenlänge (70mm) weniger internes Volumen zu haben. Daraus resultiert, dass bei geringeren Antriebsgeschwindigkeiten schneller ein höherer Kammerdruck erreicht wird -  weil Druck immer in Relation zu Volumen funktioniert. In Schrotpatronen verhält sich der Druck umgekehrt zum Volumen. Sinkt also das Volumen der Patrone, steigt der Druck, wenn im übrigen alle Arbeitsbedingungen gleich bleiben. Deshalb kann nicht jedes Vorlagegewicht in den kleineren Kalibern gleich schnell angetrieben werden wie in dem Kaliber 12 oder 10. Wollte man dies ausgleichen, müsste man die Hülse des kleineren Kalibers im Verhältnis länger wählen.  Um also die innenballistische Umgebung einer 20er Patrone der einer 12/70 Patrone anzugleichen, müsste man die Patronenhülse auf ca. 20/82 bringen. Dies wird wahrscheinlich nie passieren - zu viele praktische Fertigungs- und Marketing Gesichtspunkte  sprächen dagegen.


 



Mit der Zeit ist die Entwicklung der Flinten (Form)  den Größen der Schrotpatronen (Funktion) gefolgt. Statt in den  kleineren Kalibern die gleiche Ballistik der größeren Kaliber zu erreichen, indem man die Schrotpatronen dem Kaliber angepasst länger gestaltete, wurde entschieden mit den Limitierungen der kleineren Kaliberdurchmesser zu leben und die Flinten entsprechend kleiner und leichter an das kleinere Kaliber mit seinen gering volumigen Hülsen anzupassen. Die 28er Flinten wurden kleiner und leichter als die 20er Flinten und die zwanziger Flinten wurden kleiner und leichter als die 16er und 12er Flinten.  Jedes Kaliber erhielt  eine Flinte mit einer eigenen Rahmengröße. In der gleichen Weise wurden Lauflängen (Form) der Kalibergröße (Funktion) angepasst. Letzteres hauptsächlich, weil die Flintenschützen dazu tendieren größere Kaliber für weiter entfernte Ziel zu benutzen. 76cm  Lauflängen wurden Standard bei den 12er Flinten, während die kleineren Kaliber mit 71cm Läufen verbunden werden, die sich schneller anschlagen lassen und auf kürzere Entfernungen eingesetzt werden, wofür lange Visierebenen nicht erforderlich sind.    

In den kleineren Kalibern wurden also im Verhältnis zu den größeren Kalibern gleiche Ladungsgewichte mit geringfügig geringeren Geschwindigkeiten kombiniert, um die Druckverhältnisse an die Limitierungen des Hülsenvolumens anzupassen. Eine 20/70 mit 34gr bringt es so auf 1175fps bis 1200fps, eine 12/70 erreicht mit 34gr zwischen 1100fps - 1350fps. Ist die 20er deshalb schlechter als die 12er? Antwort: Zwar ist der Unterschied nicht dramatisch, aber wenn das Argument ist, dass die 12er Patrone in der Lage ist bei einem sicheren Kammerdruck eine 34gr Ladung - und  sogar 36gr - auf eine höhere Geschwindigkeit zu treiben, dann ist die 20er im Vergleich  schlechter. Bei einer 32 Gramm Ladung sieht es natürlich schon wieder anders aus - hier hält die 20/70 mit der 12/70 bis 1250fps ohne Probleme mit. Es gibt also Überschneidungen beider Kaliber, die sich jagdlich durchaus nutzen lassen und wo sich die Unterschiede relativieren.    

Aber wie  es mit der Schrotgarbe? Nochmal: ein kleineres Kaliber schießt mit einer gegebenen Vorlage keine kleinere Schrotgarbe als das größere Kaliber! Es ist wahr, dass bei einem gegebenen Vorlagegewicht bei einem kleineren Kaliber ein größerer Prozentsatz der Schrote mit der Laufwandung in Kontakt  kommt als bei einem Größeren. Werden nun Patronen verwendet, die keine Plastikschrotbecher verwenden, und werden damit die Schrote nicht von der Laufwandung ferngehalten -  sondern finden in der Patrone  lediglich Filzpfropfen Verwendung , wird das kleinere Kaliber -  durch die vermehrte Randschrotbildung und die damit verbundene Deformation - nicht ganz eine so gute Garbe werfen wie das größere Kaliber. Also wird  die Garbe beim kleineren Kaliber unter diesen Umständen bei einer gegebenen Entfernung offener sein und sich es werden sich weniger Schrote im Zentrum der Garbe befinden als beim größeren Kaliber,  eben weil durch die Randschrotbildung sich vermehrt Schrote aus der Hauptgarbe absondern. Das ist aber nur von Nachteil , wenn der Anwendungszweck nach einer dichteren Garbe verlangt. Den Schnepfenjäger oder Rauhfusshuhnjäger wird es kaum stören und auch den Fasan oder Hasenjäger wird es bei den bei uns meist üblichen Jagdentfernungen nicht stören. Im Gegenteil, eine offenere Garbe ist dabei oft sogar eher von Vorteil. Und wen es stört, kann mit der Chokewahl und der Patronenauswahl (Patrone mit Schrotbecher) etwas dagegenarbeiten. Denn die vermehrte  Randschrotbildung betrifft  allein Bleischrotladungen und eben besonders bestimmte Patronensorten ohne Schrotbecher. Bei de Verwendung von Bleischroten in Schrotbechern ist der Effekt erheblich  geringer. Auch die Härte des verwendeten Bleis spielt eine Rolle.

 


Soweit es harte, nicht toxische Schrotmaterialien betrifft (Weicheisen, Tungsten, Hevi,) tritt auch in kleineren Kalibern eine  Randschrotbildung - wegen des größeren Formwertes dieses Schrotmaterials - gar nicht auf. Diesen Schroten ist es egal, ob sie aus einer 10er, 12er, 20er oder 28er stammen, zu Randschrotbildung kommt es in keinem Kaliber. Die Schrotgarben verhalten sich also gleich - egal ob sie aus einem größeren oder kleinerem Kaliber kommen, eben weil sie nicht mehr deformieren. Natürlich ist es notwendig, dass in der entsprechenden Patrone ein geeigneter Schrotbeutel  Verwendung findet, damit die Läufe durch diese harten Schrote nicht beschädigt werden können. Werden diese jedoch verwendet,  haben bei den harten Schrotmaterialien die kleineren Kaliber auch auf weitere Entfernungen das gleiche ballistische Potential wie ihre größeren Brüder, sofern die Arbeitsdrücke in sicheren Grenzen gehalten werden können. In den alten englischen Flintenbüchern war die ideale Schrotladung als "Square Load" beschrieben. Als ideal hatte sich es erwiesen, wenn die Tiefenstaffelung der Schrotladung inder Patrone die Breite der Schrotladung nicht überschritt. Allerdings galt das eben für die alten Patronen und ihr Filzwischenmittel. Mittlerweile haben wir aber ca. 100 Jahre Patronenentwicklung durchgemacht - und die alten Grundsätze sind dabei ziemlich aufgehoben worden. Moderne Schrotpatronen Entwicklungen ermöglichen uns eine wesentlich verbesserte Performance als noch vor hundert Jahren. Davon profitieren auch die kleinen Schrotkaliber. 

Halten wir also mal fest: Es bestehen schon gewisse Leistungsunterschiede zwischen z. B. Kaliber 12 und 20, 28 - aber sie sind mitunter für viele unserer jagdlichen Anwendungen nicht so relevant. Bei entsprechender Patronenwahl lässt sich mit modernen Patronen in den kleineren Kalibern eine erstaunliche Leistungsverbesserung erzielen. Entscheidend für die Kaliberwahl ist das benötigte Vorlagegewicht für die entsprechende Wildart.


Kaliber 12/70 - hält 36gr - nutzt 36gr optimal
Kaliber 16/70 - hält 36gr - nutzt 32gr optimal
Kaliber 20/76 - hält 36gr - nutzt 32gr optimal
Kaliber 28/70 - hält 28gr - nutzt 24gr optimal

Zur  Zeit ist die 12/70 die weltweit meist verbreitetste Patrone - keine Patrone ist mit mehr Sorten und  Komponenten vertreten. Ihr folgt die Patrone 20/76.

Und wie ist es denn mit Kaliber 28? Nun - mit guten Extended Chokes (IM oder F) und guter Munition (Bleischrote Nr. 5 oder Nr. 6 - 24gr oder 28gr Ladung) lassen sich 50 - 55 Prozent Garben auf 45m erzielen - auf 35m sind es ca. 80 Prozent. Hasen, Fasane und Enten sind also auch mit dem Kaliber 28 grds. kein Problem. Mit Standardchokes ist das Kaliber 28 bis 27-30m ein absolut ernst zu nehmendes Jagdkaliber. Die Patrone ist für Anfänger zum Üben sehr gut geeignet - die Flinten haben ein geringes Gewicht und mit den geringeren Vorlagegewichten kaum Rückstoß (Übungspatronen haben eine Vorlage von 17gr. - dies reichen völlig aus um auf unseren Schießplätzen Trap und Skeet zu üben - oder Sporting Ziele auf mittlere Entfernungen erfolgreich  zu beschießen.)

Die Empfehlung kann deshalb durchaus sein, das Schrotkaliber zu schießen, bei dem sich  für den Anwender das Handling der Waffe individuell als angenehm herausstellt.      

 

 

 
   
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