Der Flintenschuetze

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Blaser F3

Das Modulsystem Bockflinte

Die Blaser Bockflinte F3 ist erst seit wenigen Jahren (2004) auf dem Markt. Es ist quasi die erste Flinte des Herstellers und alle Magazine des deutschen Waffen- und Jagdzeitschriften Blätterwaldes ergehen sich in kaum überbietbaren Lobeshymnen über die Blaser  F3 Flinte, die so präzise, schnell und modern sein soll, dass kaum eine anderes Produkt noch Gnade vor den Augen der Tester findet. F3 simply the best - die Bockdoppelflinte scheint quasi neu erfunden worden zu sein.  Alles vorher ist geringer - weil weniger zuverlässig, nicht so langlebig und weniger sicher.

Nun - erst mal ruhig Blut. Sicher, Blaser hat als deutscher Hersteller eine innovative Flinte auf den Markt gebracht und man muss wirklich froh um so einen Schritt sein, weil nur solche Aktivitäten sicherstellen, dass das Know How für den Waffentyp Flinte auch in Deutschland für die Zukunft erhalten  und weiterentwickelt wird.

Aber werden damit die Produkte der anderen Hersteller automatisch deklassiert und so vom Markt verdrängt, wie man es uns mit der Präsenz der Blaser F3 in Magazinen, Werbung und Waffenläden glauben macht? 

Etwas weniger Übertreibung wäre hier angebracht. Preislich konkurriert die in der  Formensprache sehr schlicht wirkende F3 z. B. etwa mit einer Beretta 682 oder 687 in einer besseren Ausstattungsvariante. Wird die F3 alledings in einer gehobenen Ausstattungsvariante geordert, erreicht sie bald die Preisklasse einer Beretta DT 10 oder geht sogar darüber hinaus. Können alle diese Produkte gegenüber einer Blaser F3 etwa nicht gut mithalten?

Getreu Blasers Grundsatz, neue Jagd- und Sportwaffen nicht auf der Basis vorhandener Technik zu bauen, sondern  die Entwicklungsarbeit bei Null beginnen zu lassen und strikt an einem innovativen Anforderungsprofil auszurichten, wurde auch bei der F3 nach neuen Ansätzen gesucht. Das Ergebnis: Blasers F3 Flinte ist konzeptionell  innovativ. 

Für mich sind es besondere die folgenden Merkmale: Die F3 verfügt über eine Schlagstücksicherung, ein neu konzipiertes Abzugssystem, eine gute Balance und eine niedrige Bauhöhe (ca.60mm) - trotz der Laufhakenverriegelung - und einen austauschbaren Verriegelungsblock für längere Haltbarkeit. Die Waffe vermittelt ein  angenehmes Handling.  Das äußere Design der F3 ist eher untypisch und wenig klassisch. Für mich besteht eine gewisse Anlehnung an das bekannte „Porsche Design".  -  zugegeben Geschmackssache - aber warum nicht? Schließlich sind die Geschmäcker verschieden und warum nicht mal Neues wagen.

 Mühe gibt sich Blaser mit der zweckorientierten Individualisierbarkeit der F3: Competition und Game Varianten können geordert werden. Ein Balancersystem ermöglicht es die Waffe nach Wunsch des Schützen auszubalancieren. Linksschäftung, Maßschäftung, eine Verschlussbetätigung für Linkshänder und ein verstellbarer Hinterschaft komplettieren das Programm. Das Blaser Modulsystem erleichtert die Anpassung der F3 für bestimmte Zwecke, bzw. Disziplinen.

Mit Handgravurvarianten von Baronesse - über Imperial - zu Sondergravuren mit den jeweils dazu passenden Holzkategorien ist alles bestellbar was man sich zur optischen Aufwertung der Basiswaffe F3 wünschen könnte.

Mit dem Modulflintensystem F3 hat Blaser als deutscher Hersteller einige Alleinstellungsmerkmale: Er bietet in den einfacheren Ausstattungsvarianten  eine Flinte zu einem vertretbaren Preis, die für  bestimmte Zwecke (auch nachträglich) ausgerichtet werden kann. Ändert sich der Einsatzzweck, braucht der Kunde keine neue Waffe, er kann Features dazu kaufen.    Weiteres sinnvolles Zubehör, welches den Schützen tatsächlich praktisch nützt, ergänzt das Angebot.  Hierbei wäre besonders zu nennen die mögliche komplette Ausrichtung der Waffe für Linkshänder, die sonst so nur von absoluten Premiumherstellern zu einem Vielfachen des Preises angeboten wird. Die F3 empfiehlt sich daher gerade für den Linkshänder. Auch die Bemühungen Blasers hinsichtlich Maßschäftung verdienen gerade in Deutschland, wo so etwas gerne als unnötig abgetan wird, ein ausdrückliches Lob. 

Mit der weiteren Ausstattungspolitik schraubt Blaser allerdings die Basisflinte F3 in Preisregionen, bei der die ausländische Konkurrenz der  höheren Preiskategorie entsprechendere Baskülenkonzepte anbietet. Man wird sehen, ob die Blaser F3 sich so durchsetzt, - also z. B.  auch in der internationalen Sportschützenriege  Fuß fassen kann - oder vornehmlich die Flinte der deutschen Blaserkunden bleibt.

 
   
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